Servus Leute!
Heute Abend ist es wieder so weit: Der Eurovision Song Contest flimmert über die Bildschirme. Und ja, auch wir von Torpedo Sirnau sitzen heute wahrscheinlich mit einem Kaltgetränk vor der Kiste und verfolgen das Spektakel. Hauptgrund für uns dieses Jahr: Sarah Engels geht für Deutschland an den Start, und wir drücken ihr natürlich ganz fest die Daumen!
Das Ganze hat uns im Proberaum allerdings auch ins Grübeln gebracht. Wenn man die Entwicklung des ESC über die letzten Jahre und Jahrzehnte verfolgt, kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Gefühlt ist der Contest streckenweise zu einem extremen Schaulaufen von Haltung, politischer Message oder purem Slapstick geworden. Manchmal fragt man sich echt: Ist das noch ein Musikwettbewerb oder schon ein lupenreines Trash-Event?
Aber hey – über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Das ist wie bei guter Rockmusik: Dem einen ist es zu laut, dem anderen genau richtig.
Schreibt Sarah heute Geschichte?
Die große Frage, die uns heute alle umtreibt: Schafft Sarah Engels nach Nicole (1982) und Lena (2010) das historische Triple und wird die dritte deutsche Gewinnerin? Die Stimme und das Rampenlicht-Gen hat sie definitiv. Wir würden es ihr von Herzen gönnen! Gleichzeitig sind wir aber faire Sportsmänner: Wir drücken allen Teilnehmern auf der Bühne die Daumen. Möge am Ende einfach der beste Act und der beste Song gewinnen.
Mal ehrlich: Warum keine etablierten Acts?
Eine Frage lässt uns als Band aber einfach keine Ruhe: Warum schicken wir eigentlich so selten die absoluten Top-Musiker unseres Landes ins Rennen?
Statt etablierten Acts, die Hallen füllen und live alles wegbrennen, stehen da oft völlig unbekannte, extra für die Show gecastete Künstler auf der Bühne. Wenn man genauer darüber nachdenkt, macht es aber fast Sinn: Für einen etablierten Künstler ist das Risiko einfach verdammt hoch. Da droht ganz schnell ein persönliches „Waterloo“ – und damit ist eben nicht der legendäre Gewinnersong von ABBA gemeint, sondern die Gefahr, vor den Augen von Millionen Zuschauern eiskalt nach unten durchgereicht zu werden. Wer will sich dieser Bewertung schon aussetzen, wenn er im echten Leben längst Stadien füllt?
Dann doch lieber den Jungen eine Chance geben?
Vielleicht ist es also der richtige Weg, den Nachwuchs ranzulassen. Früher hat das ja auch sensationell funktioniert: Denkt mal an Johnny Logan – einer meiner absoluten All-Time-Favorites!
Oder, um mal ein neueres Beispiel zu nennen: Die französische Band Twin Twin. Die haben damals mit „Moustache“ den in meinen Augen besten ESC-Song aller Zeiten abgeliefert! Verrückterweise sind sie damit krachend auf dem letzten Platz gelandet, was ich bis heute absolut nicht nachvollziehen kann.
Aber so läuft es eben im Musikbusiness: Life is a bitch! Geschmack und Punktevergabe beim ESC gehen eben manchmal seltsame Wege.
Torpedo Sirnau live – Garantiert ungecastet!
Wir von Torpedo Sirnau laufen übrigens aktuell garantiert nicht Gefahr, für irgendeine TV-Show gecastet zu werden – bei uns gibt es immer noch ehrlichen, handgemachten Rock. Wer uns live und in Farbe erleben will, hat dazu schon ganz bald die Gelegenheit! Packt eure Kalender aus, wir haben zwei fette Termine für euch:
- Samstag, 23. Mai: Wir rocken das Old Hamburg in Rottenburg!
- Freitag, 5. Juni: Wir spielen im Alten Fuhrmannshaus in Plochingen!
Kommt vorbei, wir servieren euch feinsten Rock – und wer weiß, passend zum heutigen Abend packen wir vielleicht sogar ein ganz kleines bisschen ESC-Glitzer obendrauf! 😉
Was meint ihr zum heutigen Abend? Schaltet ihr ein? Und wer holt das Ding? Schreibt es uns in die Kommentare!
Eure Torpedos
PS: Am 20ten kommt wird Barry White veröffentlicht! nicht vergessen!!
